Erfindung mit Vorbildcharakter

Die Lechner Holding AG in Rothenburg ob der Tauber ist ein Anbieter von Küchenarbeitsplatten und -rückwänden. Für Optimierungen im Arbeitsablauf, die den Arbeitsschutz verbessern, erhielt das Unternehmen mit mehr als 700 Beschäftigten nun den „Schlauen Fuchs“, die Trophäe der BGHM für herausragende Ideen im Arbeitsschutz.

Das familiengeführte Unternehmen stellt ihre Küchenarbeitsplatten nicht nur aus Massivholz sondern auch aus Glas her. Für die Bearbeitung dieser Platten setzt das Unternehmen unter anderem eine Fräsmaschine ein, deren Werkzeuge mehrmals am Tag geschärft werden müssen. Dafür mussten diese bislang ausgebaut werden. Das ist sehr aufwendig und kostet Zeit. Um das Schärfen auch bei laufendem Betrieb gefahrlos zu ermöglichen hat die Firma ein Verfahren entwickelt, bei dem die notwendigen Arbeiten mittels einer selbst konstruierten Vorrichtung bei geschlossener Schutztür durchführbar sind. „Diese Lösung ist einfach umsetzbar“, sagt Tomislav Matkovic, der bereits seit 1996 für Lechner tätig ist. „Der Mitarbeiter ist bestmöglich geschützt. Das hätten wir sonst nur durch den umständlichen Ausbau des Werkzeugs erreichen können. In der Praxis ist das kaum praktikabel.

“Ralph Schauer, Sicherheitsfachkraft bei der Firma Lechner, und Produktionsleiter Glas Tomislav Matkovic nehmen die Auszeichnung für besonderes Engagement im Arbeitsschutz von BGHM-Expertin Jutta Runné entgegen. Ralph Schauer erklärt: „Unsere Erfindung ist so effektiv, dass sie bereits andere Firmen aus der Glasbranche übernommen und teilweise sogar weiterentwickelt haben. Es freut uns sehr, dass wir mit unserer Idee auch anderen weiterhelfen können.“