Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

Bei der Übergabe des „Schlauen Fuchses“ (v.l.n.r.): Präventionsleiter der BGHM Stefan Gros, Familie Teek von der Firma Matetec, Bernhard Wagner (Vorstandsvorsitzender der Versichertenseite der BGHM) und Michael Schleich (Vorsitzender des Präventionsausschusses der BGHM)

Vorher: Trotz Schutzausrüstung war das Schneiden der Rotorblätter mit der üblichen Handlanze gefährlich und körperlich anstrengend.

Nachher: Die erfundene Kombination aus Teleskoplader und Schneidwerkzeug ist sicherer und gesünder.

Firma Matetec erhält Deutschen Arbeitsschutzpreis und Sicherheitspreis der Berufsgenossenschaft Holz und Metall

Düsseldorf (BGHM). Ändern statt akzeptieren: Wenn im Arbeitsalltag der Firma Matetec aus Tangerhütte Probleme auftauchen, werden individuelle Lösungen ausgetüftelt. So stellte der Spezialist für Hochdruckwasserstrahlen beim Zerkleinern der Rotorblätter von Windkraftanlagen gleich mehrere unsichere Faktoren fest und entwickelte eine maschinengeführte Schneidvorrichtung. Für diese Idee zur Prävention von Unfällen ist der vierköpfige Familienbetrieb mit dem Deutschen Arbeitsschutzpreis 2017 und mit dem „Schlauen Fuchs“, der Trophäe für besonderes Engagement im Arbeitsschutz der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM), ausgezeichnet worden.

„Die Firma Matetec beweist, dass auch kleine Unternehmen im Arbeitsschutz ganz groß sein können. Wir sind stolz, dass einer unserer Mitgliedsbetriebe den Deutschen Arbeitsschutzpreis gewonnen hat“, freut sich Bernhard Wagner, Vorstandsvorsitzender der Versichertenseite der BGHM, bei der Preisübergabe auf der weltgrößten Fachmesse für Arbeitsschutz A+A.

Auch der Präventionsleiter der BGHM Stefan Gros lobt die Idee des Familienbetriebs: „Die Schneidevorrichtung ermöglicht den Mitarbeitern eine ergonomische Arbeitshaltung und verhindert sowohl die Absturz- als auch die Verletzungsgefahr bei der Arbeit.“

„Gerade für eine kleine Firma, wie wir es sind, sind die Auszeichnungen ein großer Erfolg“, sagt der Firmeninhaber Matthias Teek. „Da auch ich als Chef die alltäglichen Aufgaben ausführe, sehe ich schneller die Sachen, die so definitiv nicht weitergehen können. Ein kleiner Betrieb hat also auch gewisse Vorteile, wenn es um sicheres und gesundes Arbeiten geht. Man muss etwaige Probleme einfach anpacken!“