„Schlauer Fuchs“ für ergonomisches Arbeiten

Das Lift-Manager-Team um Geschäftsführer Roland Jäkel erhält den „Schlauen Fuchs“ von BGHM-Experte Gregor Brendler.

Unternehmen Lift Manager aus Jänkendorf erhält Auszeichnung der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)

Jänkendorf (BGHM). Für die Entwicklung einer Drehvorrichtung wurde das Unternehmen für Arbeitsbühnen-Service mit dem „Schlauen Fuchs“ der BGHM geehrt. Geschäftsführer Roland Jäkel erzählt im Interview von der Entwicklung der vorbildlichen Präventionsmaßnahme.

Wie entstand die Idee für die Drehvorrichtung? Worin lag die Motivation?

Vor wenigen Jahren haben wir die Endmontage von acht verschiedenen Lift-Typen übernommen. Als Handwerksbetrieb, der bisher nur mit dem technischen Service von Hubarbeitsbühnen beschäftig war, war die Endmontage von Neugeräten völliges Neuland für uns. Die Montage der Fahrgestelle mit den vielen Ein-bauten an Hydraulik, Elektrik und Fahrzeugtechnik gestaltete sich aufwendig und gerade das Wenden im Montageablauf stellte eine Unfallquelle und ein Gefährdungsrisiko dar. Dies haben wir zum Anlass genommen, eine Präventionsmaßnahme zu entwickeln.

Wie sind Sie dazu vorgegangen?

Wir haben eine kleine Projektgruppe aus den Monteuren der Werkstatt und unserem Technischen Leiter gebildet, die die Idee formulierten. Es wurde klar, dass die Drehvorrichtung große seitliche Kräfte und Momente aufnehmen und daher ein stabiles Grundgerüst bekommen muss. Aus technologischen Gründen war es nicht möglich, die Vorrichtung in den Werkstattfußboden einzulassen. Deshalb haben wir sie mit einer Fußbodenkonstruktion versehen, um die Kragträger des Gestells abzudecken, die nötige Längenänderung der Vorrichtung zu berücksichtigen und keine Stolperstellen zu erzeugen. Die Fertigung erfolgte teilweise aus nicht mehr benötigten Stahlträgern von Scherenarbeitsbühnen.

Was ist der größte Nutzen der neuen Drehvorrichtung?

Der größte Nutzen liegt in der Verbesserung des Arbeitsschutzes. Die Drehvorrichtung ermöglicht eine Montage in ergonomischen Positionen und Unfallquellen wie die Quetschgefahr bei Wenden am Kran und schwere körperliche Arbeiten wurden beseitigt. Außerdem konnten wir die Montagezeiten um ca. zwölf Stunden pro Maschine verkürzen. Die Geschäftsleitung hat dieses Vorhaben von Anfang an voll unterstützt, denn Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit stehen bei uns an erster Stelle.